Depot - Linie 10 - westend
Renate Hoffmann - Malerei zum Ort Kulturwerkstatt westend und zur Linie 10
Am Samstag, 14. August 2010, wurde das Kunstprojekt „Depot - Linie 10 - westend“ der Künstlerin Renate Hoffmann eröffnet, Die Ausstellung ist noch bis zum 7.09.2010,
Mo-Fr. 10-18 Uhr zu sehen.
Die künstlerische Umsetzung des Themas in Malerei, Zeichnung und Radierung ist Renate Hoffmann in hohem Maße gelungen. Eine „Geschichts-Tafel“, 100cm x 210cm zeigt in einer Collage den Werdegang des Ortes von 1879 bis 2010.
Nicole Giese, die Kuratorin des Syker Vorwerks, Zentrum für zeitgenössische Kunst, beschrieb die Arbeiten der Künstlerin wie folgt:
„...In Renate Hoffmanns Bildern sind stets die Linie und die Fläche die vorherrschenden Elemente. Sie ergeben zusammen Farbräume, die in vielen übereinander liegenden Schichten aufgebaut sind, Parallelen bilden oder sich überkreuzen. Ohne Linien gäbe es keine Verbindungen was man frappierend genau auf die Straßenbahn übertragen kann. Renate Hoffmann, die sich zunächst in die Geschichte des westends und der Linie 10 wie eine Historikerin und archivalische Forscherin eingearbeitet hat, überträgt ihr gesammeltes Wissen verblüffend leicht und spielerisch in ihre Kunst. Niemals haben ihre Bilder eine ernste Schwere, sondern wirken selbst bei dunkleren Farben wie eine poetische Hommage an die Linie 10. Insbesondere die neu entstandenen Radierungen, die leicht, fast skizzenhaft mit den grafischen Elementen des Linienplans spielen, sind in diesem Zusammenhang hervorzuheben. Die für Renate Hoffmann zum Teil erstaunlich konkreten Straßenbahnbilder, die Aquarelle auf kleinen Abrissblöcken, mit virtuos gesetzten Farbflächen, sind ein weiteres Ergebnis der Auseinandersetzung mit dem Thema.
Dabei geht es Renate Hoffmann jedoch nie um eine Wiedergabe des Objektes, sondern stets um die Komposition von Formen und Linien. Dabei variieren die Abstraktionsgrade und lassen so auch die Verwandtschaft mit den größeren Acrylbildern zu...“
Die Molly war von den Freunden der Straßenbahn e.V. bereitgestellt worden zur Besichtigung. Eine Fahrt mit dem historischen Triebwagen 701 rundete das Eröffnungsprogramm ab und wurde von den Gästen mit großem Interesse wahrgenommen.
Herr Krebs von den Freunden der Straßenbahn e.V., der die Grußworte der Bremer Straßenbahn überbrachte, erklärte während der Fahrt die Technik und Einsatzweise der alten Straßenbahn.
Der Leiter der Kulturwerkstatt westend, Stylianos Eleftherakis, dankte der Künstlerin Renate Hoffmann für Ihre „Forschungsarbeit“ zum Ort und zur Linie 10, die bis 1975 ihre Endstation an der Waller Heerstraße 294 hatte.
Ein Katalog „Depot - Linie 10 - westend“ über die Entwicklung des Ortes und der Linie 10, sowie mit Abbildungen der künstlerischen Arbeiten von Renate Hoffmann ist zum Projekt erschienen und im westend erhältlich.